SACHVERSTÄNDIGENBÜRO HOLZSCHUTZ Dipl.-Ing. (FH) Günter Wilmanns gepr. Sachverständiger EIPOS Reg.-Nr.: 1100-16-2003
SACHVERSTÄNDIGENBÜRO HOLZSCHUTZDipl.-Ing. (FH) Günter Wilmanns gepr. Sachverständiger EIPOS Reg.-Nr.: 1100-16-2003
Der Hausbock (Hylotrupes bajulus)
Deutlich erkennbar ist ein Befall an den ovalen ca. 4 x 7 bis 5 x 10 mm großen Ausfluglöchern, die sich ausnahmslos nur in den weichen äußeren Splintholzschichten der Hölzer finden. Dabei wird ausschließlich Nadelholz befallen und dies in Häusern bevorzugt auf der warmen Südseite und im oberen Bereich. Die bis zu 30 mm langen Larven leben bis zum Ausschlüpfen durchschnittlich 2 - 4 Jahre im Holz und zerlegen in dieser Zeit das Splintholz bis auf eine papierdünne Oberfläche völlig zu Mehl. Dabei können auf Dachböden mit aktivem Befall bei ruhiger Umgebung die Nagegeräusche deutlich gehört werden. Die geschlüpften Käfer sind 15 - 30 mm lang, braun/schwärzlich gefärbt und an den für alle Bockkäferarten langen Fühlern zu erkennen. Nach allgemeiner Auffassung wird Nadelholz, das bereits 50 - 70 Jahre verbaut war, nicht mehr vom Hausbock befallen, weil sich die Inhaltsstoffe für diesen unattraktiv verändert haben, in solchen Dachstühlen handelt es sich dann (fast) immer um einen sog. erloschenen Befall.
Der Hausbock: Körperlänge 12- 18 mm Die dem Engerling ähnlich sehende
(Foto: Groupe National FPH, France) weißgelbe Larve eines Hausbockkäfers.

Larvenlänge: 15-30 mm, der Kot ist unter der Lupe deutlich walzenförmig.

(Foto: Wilmanns)
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